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embryonale und adulte Stammzellen, Nabelschnurblut-Stammzellen, therapeutisches Klonen

Presse

Artikel und Meldungen zur Stammzellendebatte Juni 2005

Stand: 20.08.07

29. Juni

Koalition und Union gegen verbrauchende Embryonenforschung
Ausschuss für Bildung und Forschung
Berlin: (hib/BES) Gegen die so genannte verbrauchende Embryonenforschung haben sich am Mittwochvormittag die Koalition und die Union im Ausschuss für Bildung und Forschung ausgesprochen. Anlass dazu war ein Antrag der Union (15/4934) zur Forschungsförderung der EU, in dem sich die Fraktion gegen eine Förderung von Forschungsvorhaben durch die EU ausspricht, bei denen menschliche Embryonen getötet werden sollen.
HIB 177/2005 29.06.05

SPD, Grüne und Union gegen verbrauchende Stammzellen-Forschung
BERLIN. Die Abgeordneten SPD, Grünen und Union haben sich im Forschungsausschuss des Bundestages gegen die Unterstützung der verbrauchenden Embryonenforschung mit EU-Geldern ausgesprochen.
HANDELSBLATT 29.06.05

Knochenprotein hält Stammzellen im Zaum
Wissenschaftler der Medizinischen Poliklinik am Universitätsklinikum Bonn haben zusammen mit US-Kollegen aus Harvard und Rochester einen bis dato unbekannten Weg entdeckt, über den der Körper die Zahl der Stammzellen im Knochenmark reguliert. Die Ergebnisse erscheinen im Journal of Experimental Medicine, sind aber bereits online abrufbar (http://www.jem.org/).
PRESSEMITTEILUNG Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 29.06.05


28. Juni 2007

Adulte Stammzellen können viel mehr als bislang gedacht
Ein Durchbruch in der Stammzellenforschung ist den Forschern des Children's Hospital Pittsburgh gelungen: Sie haben entdeckt, dass adulte oder postnatale Stammzellen dieselbe Fähigkeit zur Multiplikation wie embryonale Stammzellen haben.
HANDELSBLATT 28.06.05


27. Juni

Robert Koch-Institut hat elfte Genehmigung für Stammzellenforschung erteilt
Am 27.06.2005 hat das Robert Koch-Institut die elfte Genehmigung nach dem Stammzellgesetz für Forschungsarbeiten mit humanen embryonalen Stammzellen (hES-Zellen) erteilt. Sie ergeht an Prof. Dr. Heinrich Sauer vom Physiologischen Institut der Universität Gießen.
PRESSEMITTEILUNG Robert Koch-Institut 27.06.05

20 Jahre Patentierung von Tieren - Patent auf Krebsmaus abgelaufen
Am 24. Juni 2005 ist das Patent auf die so genannte Krebsmaus nach 20jähriger Laufzeit abgelaufen. 1985 hatte die US-amerikanische Harvard-Universität erstmalig ein Patent auf ein genmanipuliertes Säugetier - die Krebsmaus - beim Europäischen Patentamt (EPA) in München angemeldet und damit Tiere zur Erfindung des Menschen deklariert.
PRESSEMITTEILUNG Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V., Aachen, und "Kein Patent auf Leben!", München 27.06.05


24. Juni

Kanzler-Rede zur Stammzellforschung: Pragmatisch, aber inhaltlich schwach
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Das flammende Plädoyer von Gerhard Schröder für die embryonale Stammzellforschung stößt auf scharfe Kritik von Ärzten, Kirchen und Politikern.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 25 vom 24.06.2005, Seite A-1779

Durchbruch entdeckt Bedeutung adulter Stammzellen
Adulte Stammzellen sind ebenso multiplikationsfähig wie embryonale Stammzellen
PRESSETEXT.AUSTRIA 24.06.05


23. Juni

Die Angst vor der Wahrheit
"Zu sagen, dass das, was ist, ist und dass das, was nicht ist, nicht ist, macht die Wahrheit aus." In der nicht erst von Bundeskanzler Gerhard Schröder in Göttingen neu entfachten Debatte um die Forschung mit embryonalen Stammzellen und das so genannte therapeutische Klonen, erfährt die aristotelische Definition der Wahrheit gegenwärtig eine beinah schon gewaltsam zu nennende Vernachlässigung.
DIE TAGESPOST vom 23.06.2005

Aus alt mach neu - Gefäße aus Venen gezüchtet
Dr. Laura Niklason: Kollagen könnte die Festigkeit der neuen Gefäße erhöhen. Foto: Duke Uni Medical Center Durham
Durham (ple). Mit Patienten-eigenen Venen-Zellen lassen sich, wie kurz gemeldet, neue Gefäße züchten.
Ärzte Zeitung, 23.06.2005


22. Juni

Geklonte Embryonen aus unreifen Eizellen
Zum Klonen braucht man voll entwickelte Eizellen. Belgischen Forschern ist es gelungen, unreife Zellen im Labor klontauglich zu machen
Anne Brüning
BERLINER ZEITUNG 22.06.05

Menschliche Eizellen reifen im Labor und werden dann geklont
Kopenhagen - Belgischen Forschern ist es erstmals gelungen, menschliche Embryonen aus Eizellen zu klonen, die erst im Labor gereift sind.
DIE WELT 22.06.05


21. Juni

Vorläufer von Keimzellen gezüchtet
KOPENHAGEN (dpa). Humane embryonale Stammzellen können sich im Labor zu Vorläufern von Ei- und Samenzellen verwandeln. Das berichtet Dr. Behrouz Aflatoonian von der Universität Sheffield in Großbritannien.
Ärzte Zeitung, 21.06.2005

EU-Politiker schauen bei der Stammzelldebatte nach Deutschland
Von Thomas A. Friedrich
Die Europäische Union (EU) will Projekte, die der Verbesserung der Gesundheit der Bürger dienen, künftig mit 8,37 Milliarden Euro fördern.
Ärzte Zeitung, 21.06.2005

Stammzellforschung: Deutschland ist europaweit führend
Bernhard Mittermaier, Bioethikexperte und Mitglied im Bundesvorstand des Kolpingwerks, hält Kanzler Schröder Realitätsferne vor
DIE TAGESPOST vom 21.06.2005


20. Juni

Schaffung von Eizellen und Sperma aus Stammzellen rückt näher
Stammzellen unfruchtbarer Patienten sollen geklont werden
PRESSETEXT.AUSTRIA 20.06.05


19. Juni

"Freiheit braucht Grenzen"
Jürgen Rüttgers über die neue Debatte zur Stammzellforschung
von Till-R. Stoldt
Der CDU-Politiker Jürgen Rüttgers ist designierter Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens. Er regiert das Land demnächst in einer Koalition mit der FDP. In den neunziger Jahren war Rüttgers Forschungsminister unter Bundeskanzler Helmut Kohl. Er gilt einerseits als Förderer der Gentechnik, andererseits als vehementer Kritiker der Embryonenforschung.
WELT AM SONNTAG 19.06.05

Stolpern beim Fortschritt
Union und Grüne protestieren gegen Gerhard Schröders Wunsch, die Stammzellregelung zu liberalisieren. Wissenschaftler hoffen auf internationalen Anschluß und unterstützen eine Lockerung
WELT AM SONNTAG 19.06.05

Gesundheit als Religion
Manfred Lütz kritisiert als Arzt und Theologe eine "Ethik des Heilens", die jeden moralischen Diskurs über den medizinischen Fortschritt beendet
von Manfred Lütz
Gerhard Schröder hatte immer schon ein ausgeprägtes Gespür dafür, was im Trend liegt. Seit Jahren liegt nichts so im Trend wie die Gesundheit.
WELT AM SONNTAG 19.06.05


18. Juni

Ohne Stammzellen geht es nicht
Das therapeutische Klonen ist unverzichtbar im Kampf gegen bislang nicht heilbare Krankheiten - Debatte
von Ian Wilmut
Ian Wilmut ist Professor für Reproduktionswissenschaften an der University of Edinburgh und Visiting Scientist am Roslin Institute. Er leitete das Forscherteam, von dem das Schaf Dolly geklont wurde
DIE WELT 18.06.05

Klare Worte, klare Mehrheit
Bundeskanzler Schröder ist mit seinem Anliegen, den in Deutschland geltenden Embryonenschutz einfach zu entsorgen, bei Politik, Kirchen und Verbänden auf massiven Widerstand gestoßen.
DIE TAGESPOST 18.06.2005


17. Juni

Bulmahn gegen Stichtag im Stammzellgesetz
BERLIN (dpa). Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hält die strenge deutsche Stichtagsregelung im Stammzellengesetz auf Dauer für nicht haltbar.
Ärzte Zeitung, 17.06.2005

Biotechnologie schafft keine Arbeitsplätze
Im Gespräch: Der Vorsitzende der Ethik-Enquete, René Röspel (SPD), über unverantwortliche Versprechen, unglaubwürdige Klonpolitik, unrealistische wirtschaftliche Erwartungen und die unabsehbare Zukunft der Bioethik
FREITAG 17.06.05


15. Juni

Applaus nur noch „unter der Bettdecke“?
Die Union kritisiert den Kanzler heftig für seine Gentechnik-Offensive – und die Befürworter schweigen
Von Cordula Eubel und Rainer Woratschka
TAGESSPIEGEL 15.06.05

Forscher Kanzler
Kommentar von Tissy Bruns
Gerhard Schröder ist ein guter Sozialdemokrat: Er hat immer zu denen gehört, die einem Fortschrittsbegriff anhängen, der die Möglichkeiten von Wissenschaft und Technik grundsätzlich nutzen will. Diesen Standpunkt hat er auch bei der Stammzellforschung vertreten; offensiv durchgefochten hat er ihn allerdings nie.
TAGESSPIEGEL 15.06.05

Schröder sucht den Fortschritt
Der Kanzler will die Stammzellen- forschung in Deutschland liberalisieren. Union, Grüne und Kirchen protestieren. Die Wissenschaft hofft dagegen auf die Chance, international Schritt halten zu können
von Claudia Ehrenstein
DIE WELT 15.06.05

Grüne: Kanzler Schröders Vorstoß bei Stammzellen spaltet die SPD
Die Grünen haben Kanzler Schröder vorgeworfen, mit seinem Plädoyer für eine Wende in der Biopolitik für Streit in der SPD zu sorgen. Forschungsministerin Bulmahn spricht dagegen von einer Pflicht zur Forschung.
NETZEITUNG.DE 15.06.05

"Mehr Freiheit"
Der frühere Max-Planck-Chef Hubert Markl über rot-grüne Denkblockaden
von Inga Michler;Sonja Kastilan
DIE WELT 15.06.05

"Wir müssen unsere Potentiale stärker nutzen"
Interview mit Professor Hubert Markl zum Standort Deutschlands in einem europäischen Forschungsraum
von Inga Michler und Sonja KAstilan
Berlin - Bundeskanzler Gerhard Schröder spricht sich für eine Liberalisierung der deutschen Stammzellenforschung aus. Gerade für Kooperationen im europäischen Forschungsraum seien allgemein gültige Regeln wichtig, sagt dazu Professor Hubert Markl (siehe Seite 3). Er setzt auf die Excellenz-Initiative und sieht große Potentiale für den Forschungsstandort Deutschland. Mit Hubert Markl sprachen Inga Michler und Sonja Kastilan.
DIE WELT 15.06.05

Deutschland ist nicht abgekoppelt
Bundeskanzler Dr. h.c. Gerhard Schröder hat gestern in Göttingen gefordert, Deutschland dürfe in der Gentechnik den Anschluss nicht verpassen und könne sich der Tendenz zu einer Liberalisierung der Forschung mit embryonalen Stammzellen auf Dauer nicht entziehen. Das Kolpingwerk Deutschland bestreitet einen tatsächlichen Hintergrund für diese Forderung:
PRESSEMITTEILUNG Kolpingwerk 15.06.05

Hoppe warnt vor falschen Hoffnungen in der Stammzellforschung
BERLIN. Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe hat in der von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) angestoßenen Debatte zur Stammzellforschung vor falschen Hoffnungen gewarnt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 15.06.05

Klonen: Was reitet bloß den Kanzler?
Kommentar Von Angela Grosse
Was hat den Kanzler bloß geritten? Weshalb fordert er, wenige Wochen vor der von ihm angestrebten Neuwahl, die Gesetze für die embryonale Stammzellforschung in Deutschland zu lockern, den Weg zum Klonen zu öffnen? Ein sinnloses Unterfangen, denn Taten werden diesen Worten nicht mehr folgen.
HAMBURGER ABENDBLATT 15.06.05

CSU-Politiker gegen ethische Grenzen der Forschung
Zu den Aussagen des bayerischen Wissenschaftsministers Goppel (CSU) im heutigen Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung erklärt Hans-Josef Fell, Sprecher für Forschung und Technologie:
Im heutigen Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages stellte der bayerische Wissenschaftsminister Goppel fundamentale ethische Prinzipien in Frage. Staatsminister Goppel bestritt, dass die Politik der Forschung Grenzen setzen dürfe.
PRESSEMITTEILUNG Hans-Josef Fell, MdB, Bündnis90/Die Grünen, 15.06.05

ödp fordert Stoiber auf, die Initiative zu ergreifen:
„Der Embryonenschutz muss ins Grundgesetz!!“
Der bayerische ödp-Vorsitzende Bernhard Suttner fordert von Ministerpräsident Stoiber eine Bundesratsinitiative zur ausdrücklichen Verankerung des Embryonenschutzes im Grundgesetz: „Es genügt nicht, die dreisten Vorstöße von Kanzler Schröder zur Aufweichung des Embryonenschutzes in Deutschland empört zurückzuweisen. Die Staatsregierung sollte jetzt die Initiative für eine Verdeutlichung des Grundgesetzes ergreifen, damit endlich klar wird, dass die Menschenwürde von Anfang an gilt.“
PRESSEMITTEILUNG ödp Bayern 15.06.05

Weder frei verfügbare Forschungsobjekte noch Profitklone
Zur Forderung des Bundeskanzlers, die Forschung an embryonalen Stammzellen zu erleichtern und ihre gewinnorientierte Vermarktung zu ermöglichen, erklärt Bundesgeschäftsführer Rolf Kutzmutz:
Am Montag (13.6.) ruft Kanzler Schröder - wahlkampfwirksam - die Stärkung des Sozialstaats aus. Niemand glaubt ihm, weil seine Taten in die andere Richtung führen. Am Dienstag (14.6.) verspricht er Wissenschaftlern und der Pharmaindustrie die Lockerung (oder Abschaffung) des Embryonenschutzgesetzes. Und verbrämt das - ebenfalls wahlkampfwirksam - mit der Sorge um die Gesundheit vieler Menschen. So wird per 'ordre de mufti' oder neudeutsch 'Machtwort' die gesamte bioethische Diskussion für beendet erklärt. Jetzt soll 'gemacht' werden.
PRESSEMITTEILUNG PDS 15.06.2005

Flach: FDP-Gesetzesantrag könnte Bulmahns Wunsch erfüllen
BERLIN. Zur Aussage von Forschungsministerin Edelgard Bulmahn, sie wolle weitere Stammzelllinien für die Forschung zulassen, erklärt die forschungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike FLACH:
Bundesministerin Edelgard Bulmahn könnte sich ihren Wunsch erfüllen, wenn sie dem FDP-Gesetzesentwurf zur Änderung des Stammzellimportgesetzes zustimmt.
PRESSEMITTEILUNG Ulrike Flach, MdB, FDP 15.06.2005

Italiens Kirche freut sich über ihren Sieg
Das gescheiterte Referendum über die künstliche Befruchtung löst Debatte aus - Abtreibungsgesetz ist nicht betroffen
von Paul Badde
DIE WELT 15.06.05

Forscher züchten funktionstüchtige Gehirnzellen im Labor
Methode als neue Waffe im Kampf gegen Parkinson
Gainesville, Florida - US-amerikanische Forscher haben erstmals unter kontrollierten Bedingungen mit einem neuen Verfahren adulte Gehirnzellen im Labor dupliziert.
PRESSETEXT.AUSTRIA 15.06.06

Paneuropa-Union kritisiert therapeutisches Klonen
Alternativen zu embryonalen Stammzellen gefordert
KÖLN (ske). Die Paneuropa-Union, nach eigenen Angaben die älteste europäische Einigungsbewegung in Deutschland, spricht sich für klare Grenzen bei der embryonalen Stammzellenforschung aus.
Ärzte Zeitung, 15.06.2005

Mögliche Alternative zum Therapeutischen Klonen
Forscher berichten über neue Verfahren zur Herstellung von Stammzelllinien
Von Grit Kienzlen
Medizin. - Als koreanische Forscher vor drei Wochen ihre Erfolge beim Klonen menschlicher Embryonen veröffentlichten, entstand der Eindruck, so sehe die Medizin der Zukunft aus. Dass es auch ohne Klonen gehen könnte, zeigen noch unveröffentlichte Forschungen aus den USA und Australien.
DEUTSCHLANDFUNK 15.06.05

Gesundheitsausschuss fordert Verbot des Handels mit menschlichen Eizellen
AG der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin'
15. Juni 2005 - Anlaesslich der Verabschiedung eines Entschliessungsantrags gegen den Handel mit weiblichen Eizellen durch den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages erklaert der Sprecher der AG Ethik und Recht der modernen Medizin der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Wolfgang Wodarg:
Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung einen Entschliessungsantrag verabschiedet, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, sich bei der Europaeischen Union fuer ein grundsaetzliches Verbot des Handels mit menschlichen Eizellen einzusetzen.
PRESSEMITTEILUNG Dr. Wolfgang Wodarg, MdB, SPD 15.06.05


14. Juni

Bundeskanzler Schröder: Deutschland darf in der Gentechnik nicht den Anschluss verpassen
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich an der Universität Göttingen für mehr Offenheit bei der Forschung mit embryonalen Stammzellen eingesetzt. In der Forschung könne es keine "letztlich ewigen oder endgültigen Antworten geben". Er forderte Antworten auf neue Fragen, damit Deutschland von der Entwicklung nicht abgehängt wird.
Mitteilung BUNDESREGIERUNG 14.06.2005

Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen, am Dienstag, 14. Juni 2005, in Göttingen

Stammzellen-Debatte: Schröder fordert Forschung ohne Fesseln
Von Markus Becker
Bundeskanzler Gerhard Schröder setzt sich vehement für eine Lockerung der Gesetze zur Stammzellenforschung ein. In einem Redemanuskript, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, fordert Schröder eine "Kultur der Freiheit" in der Wissenschaft - und verurteilt Pauschalkritik an Forschern als "anmaßend".
SPIEGEL ONLINE - 14.06.05

Stammzellen-Gesetze: Grüne üben schrille Kritik an Schröder-Vorstoß
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat mit seinem Vorstoß, die Gesetze zur Stammzellenforschung zu lockern, teils heftige Reaktionen bei den Grünen ausgelöst. Sogar von "Kannibalismus" an Embryos war die Rede. Unterstützung erfährt der Kanzler ausgerechnet von der FDP.
SPIEGEL ONLINE 14.06.05

Aufregung über Schröders Stammzellenvorstoß
Grüne gegen Kurswechsel - Enquete-Kommission: Situation unverändert
ZDFheute.de 14.06.05

"Der Chance eine Chance geben"
Bundeskanzler Schröder will bei der Forschung mit embryonalen Stammzellen weniger Einschränkungen. Die Grünen lehnen seinen Vorstoß ab
ZEIT.de, 14.06.2005

Dr. Schröder
Der Bundeskanzler hat die Stammzellendebatte wieder angestoßen. Wohin die CDU in dieser Frage tendiert, weiß niemand so recht
Von Gero von Randow
Gerhard Schröder, der Taktiker, besitzt sehr wohl Überzeugungen, und wenn ihm auch nicht mehr viel Zeit und Gelegenheit gegeben sein mag, sie als Kanzler in Politik umzumünzen, so lässt er doch geeignete Anlässe nicht aus, sie auszusprechen.
ZEIT.de, 14.6.2005

Plädoyer für mehr Freiheiten in der Stammzellenforschung
Schröder und Clement warnen, daß Deutschland sich von der internationalen Forschung abkoppeln könnte. Volker Beck spricht von „Kannibalismus“
DIE WELT 14.06.05

Nur ein biopolitisches Ablenkungsmanöver Schröders - Keine Mehrheit für die Zulassung der verbrauchenden Embryonenforschung
Zur heutigen Rede des Bundeskanzlers in Göttingen erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Maria Böhmer MdB:
Die Forderung des Bundeskanzlers, das Stammzellgesetz von 2002 aufzuweichen und verbrauchende Embryonenforschung in Deutschland zuzulassen, ist ein biopolitisches Ablenkungsmanöver, das von den Versäumnissen der rot-grünen Bundesregierung gerade im Bereich der Gentechnologie ablenken soll.
PRESSEMITTEILUNG Prof. Dr. Maria Böhmer MdB CDU 14.06.05

Schröders Plädoyer für mehr Embryonenforschung nicht hilfreich
Anlässlich der heutigen Forderungen von Bundeskanzler Gerhard Schröder, den Embryonenschutz zugunsten der Forschungsfreiheit zu lockern, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertetende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" Hubert Hüppe:
Was Schröder im Klartext fordert, ist die Verzweckung menschlichen Lebens zur Forschung.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU 14.06.05

Kein Richtungswechsel in der Bioethik
Anlässlich der Aussagen des Bundeskanzlers zur bioethischen Debatte, erklären die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt und Reinhard Loske, Leiter der AG Gentechnik und stellvertretender Fraktionsvorsitzender:
Die moderne Biomedizin hat große Potenziale, wir sehen aber auch klare Grenzen. Menschenwürde und Menschenrechte haben Vorrang vor Forschungs- und Verwertungsinteressen Dritter.
PRESSEMITTEILUNG Katrin Göring-Eckardt und Reinhard Loske, MdB, Bündnis90/Die Grünen, 14.06.05

Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer, zu den forschungspolitischen Äußerungen von Bundeskanzler Gerhard Schröder
Mit Entschiedenheit weist die Deutsche Bischofskonferenz die forschungspolitischen Äußerungen im Blick auf die embryonale Stammzellforschung von Bundeskanzler Gerhard Schröder anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde in Göttingen zurück.
PRESSEMITTEILUNG Sekreteriat Deutsche Bischofskonferenz DBK 14.06.05

Marburger Bund warnt Bundesregierung vor fataler Kehrtwende in der Biomedizin
Zu Äußerungen des Bundeskanzlers zur Gentechnik
Köln – Anlässlich der heutigen biopolitischen Äußerungen von Bundeskanzler Gerhard Schröder in der Universität Göttingen warnt der Ärzteverband Marburger Bund (MB) vor einem fatalen Wechsel in der Gentechnikpolitik. „Die wirtschaftliche Ausbeutung menschlichen Lebens ist in Deutschland sittenwidrig und muss es auch bleiben“, erklärte der Vorsitzende des MB, Dr. Frank Ulrich Montgomery.
PRESSEMITTEILUNG Marburger Bund 14.06.05

Müller: Keine schrankenlose Stammzellenforschung
Gegen eine schrankenlose Stammzellenforschung sprach sich heute Bayerns Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller in Brüssel aus. "Es kann nicht sein, dass über europäische Forschungsförderung mit deutschen Steuergeldern Forschungsvorhaben und Projekte gefördert werden, die in Deutschland nach dem Gesetz verboten sind. Wir brauchen klare Spielregeln für die EU-Förderung". Diese müssen innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms festgelegt werden.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 14.06.05

Die Verteidigung des Menschen
Ein menschlicher Embryo ist nicht nur „vegetatives Gewebe“. Wer das sagt, verteidigt nicht katholische Teilinteressen, sondern den Menschen. Paul Badde über das italienische Bioethik-Gesetz.
KATH.NET 14.06.05

Referendum zu künstlicher Befruchtung in Italien gescheitert
Nach Boykottaufruf der katholischen Kirche verfehlt die Volksabstimmung die erforderliche Mindestquote
von Paul Badde
DIE WELT 14.05.06

Die abgetriebene Debatte
Das italienische Referendum zur künstlichen Befruchtung ist gescheitert - am Quorum
Oliver Meiler
Der Eindruck kann täuschen. Doch schien es am Montag in den Gassen Roms, als trügen viele katholische Geistliche neben den Zeitungen unter dem Arm auch ein Lächeln im Gesicht. Ein triumphierendes.
BERLINER ZEITUNG 14.06.05

Mit Schweinezellen gegen den Diabetes
Lange Zeit kritisierter Forscher aus Mexiko belegt: Patienten nehmen keinen Schaden durch Fremdgewebe
von Gisela Sonnenburg
DIE WELT 14.06.06


13. Juni

Zweite Runde des Bioethik-Referendums in Italien begonnen - Geringe Wahlbeteiligung
ROM. In Italien hat die zweite Runde des Volksentscheids über die Lockerung der Gesetzgebung zur künstlichen Befruchtung begonnen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 13.06.05

Italienische Ablehnung der Embryonenforschung ist ein gutes Zeichen
Zu dem heute gescheiterten italienischen Referendum erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertetende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" Hubert Hüppe:
Es ist ein gutes Zeichen, dass die Italiener sich der verbrauchenden Forschung an menschlichen Embryonen verweigert haben.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU 13.06.05


12. Juni

Stammzellen im Wahlkampf
CDU stemmt sich gegen Erleichterung für Wissenschaftler
von Till-R. Stoldt
Mit Stammzellen läßt sich im Wahlkampf punkten, glaubt Wirtschaftsminister Wolfgang Clement.
WELT AM SONNTAG 12.06.05


11. Juni

Referendum zu Bioethik spaltet Kirche und Wähler in Italien
Benedikt XVI. stößt Wertedebatte weiter an
von Paul Badde
DIE WELT 11.06.05


10. Juni

Robert Koch-Institut hat 10. Genehmigung für Stammzellenforschung an Prof. Dr. Oliver Brüstle, Institut für Rekonstruktive Neurobiologie, Universitätsklinikum Bonn erteilt
Am 10.06.2005 hat das Robert Koch-Institut die zehnte Genehmigung nach dem Stammzellgesetz für Forschungsarbeiten mit humanen embryonalen Stammzellen (ES-Zellen) erteilt. Sie ergeht an Prof. Dr. Oliver Brüstle vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie, Universitätsklinikum Bonn, und erweitert seine erste Genehmigung vom 20.12.2002.
PRESSEMITTEILUNG Robert Koch-Institut RKI 10.06.05

FDP will das therapeutische Klonen in Deutschland erlauben
Schwarz-gelbe Differenzen bei Stammzellen
von Claudia Ehrenstein
Berlin - Künftig soll das therapeutische Klonen auch in Deutschland erlaubt sein. So will es zumindest die FDP.
DIE WELT 10.05.06

Kroatien: Schwarze Geschäfte mit Eizellen und Stammzellen
Mit 2.500 Euro lockt eine dubiose deutsche Firma Studentinnen, wenn diese Blut aus der Nabelschnur spenden.
Zagreb - Der blühende Schwarzhandel mit Eizellen und Stammzellen beschäftigt derzeit die kroatischen Behörden.
KATH.NET 10.06.05

Brasilien: Stammzellentherapie für Herzpatienten
Die umstrittene Stammzellentherapie soll in einem groß angelegten Forschungsprojekt in Brasilien an 1200 Herzpatienten getestet werden. Mit dem angeblich größten Vorhaben dieser Art sollen Erfolg und Akzeptanz der Gentechnik-Medizin überprüft werden.
SPIEGEL ONLINE - 10.06.05


07. Juni

FDP: Stichtagregelung für Einfuhr von embryonalen Stammzellen abschaffen
Bildung und Forschung/Gesetzentwurf
Berlin: (hib/BES) Die Stichtagregelung für die Einfuhr und Verwendung von embryonalen Stammzellen, die nach dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden, soll abgeschafft werden. Dafür plädiert die FDP in einem Gesetzentwurf (15/5584).
HIB 156/2005 07.06.2005

PDF Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Stammzellgesetzes
Gesetzentwurf der Abgeordneten Ulrike Flach, Cornelia Pieper, Hellmut Königshaus, Daniel Bahr (Münster), Rainer Brüderle, u.a. und der Fraktion der FDP
7 Seiten, Drucksache 15/5584, 01.06.2005

Deutliche Unterschiede bei embryonalen Stammzellen
Rezeptoren für bestimmte Wachstumsfaktoren sind unterschiedlich ausgebildet
3 SAT nano 07.06.05


02. Juni

Zeitarbeiter im kranken Organ
Forscher manipulieren Zellen, um menschliches Ersatzgewebe zu züchten. Damit bekämpfen sie Krankheiten wie Leberversagen oder Diabetes
Von Achim Wüsthof
DIE ZEIT 02.06.2005 Nr.23

Hoffen auf besseren Embryonenschutz
Angela Merkel bekennt sich zur "Unverfügbarkeit menschlichen Lebens" - Im Regierungsalltag könnte ihr das immer wieder Ärger mit den Liberalen einbringen
Auseinandersetzungen um Chancen und Risiken der Gentechnik und Biopolitik werden eine mögliche Regierung Merkel begleiten.
DIE TAGESPOST 02.06.05

Die Kirche: Befürworterin einer "Kultur des Todes"?
Die Italiener stimmen kommende Woche über ein umstrittenes Gesetz zur Fortpflanzungsmedizin ab - Auch Benedikt XVI. beteiligt sich an der Diskussion darüber
Ende kommender Woche wird in Italien mit einer Volksabstimmung über den Fortbestand eines umstrittenen Gesetzes zur Fortpflanzungsmedizin entschieden.
DIE TAGESPOST 02.06.05


01. Juni

Bush gerät bei Stammzellenforschung in die Defensive
Für US-Präsident Bush läuft die Debatte um die Stammzellforschung zusehends aus dem Ruder. Zwei Bundesstaaten haben gegen Bushs Willen Gesetze zur Unterstützung der Forschung beschlossen. Zugleich haben Wissenschaftler ein Haupthindernis für Stammzell-Therapien am Menschen ausgeräumt.
SPIEGEL ONLINE 01.06.05

USA drängen in die Stammzellenforschung
Ethische Kontroverse und finanzielle Aspekte verschärfen die Diskussion
PRESSETEXT.AUSTRIA 01.06.2005

„Einen Grashalm im Heuhaufen finden“
Leipziger Forscher entwickeln revolutionäres Nachweisverfahren für Stammzellen
Leipzig. Leipziger Stammzellforscher haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem auch kleinste Mengen fremder Zellen in einem Organismus aufgespürt werden können. So ist es möglich, mit bislang unbekannter Genauigkeit die Wirkungsweise von Stammzellen nachzuverfolgen. Die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie der Universität Leipzig, des IPK Gatersleben und der Stammzellbank Vita34 wurden jetzt im Fachjournal „Stem Cells“ veröffentlicht (Stem Cells 2005;23(6):828-833).
PRESSEMITTEILUNG VITA 34, 01.06.05

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