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embryonale / adulte Stammzellen, therapeutisches / reproduktives Klonen, Nabelschnurblut-Stammzellen

Literatur

Bücher zum Thema embryonale / adulte Stammzellen, Embryonenforschung, reproduktives / therapeutisches Klonen

Letzte Änderung: 17.07.09

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Bücher zum Themenkomplex embryonale / adulte Stammzellen, Embryonenforschung, therapeutisches und reproduktives Klonen. Die Titel wurde nach den Leitlinien der InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland ausgewählt und repräsentieren größtenteils diese Standpunkte. Bücher, bei denen dies nicht der Fall ist, wurden mit einem entsprechenden Hinweis versehen. Diese Buchhinweise sollen dazu anregen, sich auch kritisch mit den Argumenten umstrittener Positionen in bioethischen Debatten auseinanderzusetzen.

Alle Rezensionen, Kurzbeschreibungen und Datenbankangaben (z.B. Titel, Autor, usw.) stammen, soweit nicht anders angegeben, von amazon.de und wurden durch eigene Kommentare ergänzt. Diese Literaturliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird regelmäßig erweitert.

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Hinweise für Buchautoren und Verlage

Wenn Sie selbst Bücher zu Themen der Bioethik herausgebracht/verfasst haben, von denen Sie meinen, dass sie hier gelistet werden sollten, würden wir uns über die Zusendung eines Rezensionsexemplars freuen. Die Lieferadresse finden Sie hier.

 

Bücher zur Embryonenforschung, embryonale / adulte Stammzellen

Einführung zum Thema Entstehung des Menschen

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Ein Kind entsteht. Bestellbutton Amazon
von Lennart Nilsson, Lothar Schneider (Übersetzer)

Gebundene Ausgabe - 240 Seiten - Goldmann
Erscheinungsdatum: September 2003

Kurzbeschreibung
Seit es ihm 1965 zum ersten Mal gelang, einen Fötus im Mutterleib zu fotografieren, hat Lennart Nilsson sich mit Leib und Seele der Entstehung menschlichen Lebens verschrieben. Jetzt erscheint sein neuestes Buch – und wieder sind ihm sensationelle, einzigartige Fotos gelungen, die in faszinierender Weise die Entwicklung eines Babys dokumentieren: von seinen ersten Anfängen bis zur Geburt. Aktuellste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den einzelnen Phasen und minutiöse Abbildungen machen „Ein Kind entsteht“ nicht nur zu einem aufregenden Bilderbuch, sondern auch zu einem anschaulichen und informativen Ratgeber für alle werdenden Eltern. Die in Technik und Ästhetik unvergleichliche Bilddokumentation des preisgekrönten Fotografen gewährt Einblicke in Prozesse, die die Wissenschaft erst in den letzten Jahren entschlüsseln konnte. Lennart Nilsson hat sie mit seiner Kamera eingefangen.

 


Der Status des Embryos / Stammzellen

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Der preisgegebene Menschcover
Überlegungen zum biotechnischen Umgang mit menschlichen Embryonen
von Dr. Adrienne Weigl (Autor)

Verlag: Resch, Gräfelfing
Broschiert: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 12. November 2007, 1. Auflage

Kurzbeschreibung (aus dem Pressetext):
Die rasant wachsenden Möglichkeiten der Biotechnologie bergen neue bioethische Fragen, die auch zu intensiven gesellschaftlichen und politischen Diskussionen führen. Verbrauchende Embryonenforschung, Klonen, Präimplantationsdiagnostik - diese und andere Techniken bergen große Hoffnungen für Forschung und Medizin, doch sie stellen uns auch immer wieder neu vor die Frage, ob und inwieweit menschliche Wesen an ihrem Lebensbeginn und in ihren frühesten Stadien manipuliert und verbraucht werden dürfen. Wann sind wir soweit, dass der Mensch den Menschen preisgibt und seine eigene Menschlichkeit mit dazu? Unsere moralischen Instinkte und die Selbstverständlichkeiten des mitmenschlichen Umgangs sind angesichts dieser Fragen oft überfordert und werden brüchig. Zu unanschaulich, zu fern dem normalen Lebenszusammenhang, zu sehr verborgen hinter Fachbegriffen und Schlagworten sind die Sachverhalte, die zur Debatte stehen.
Das vorliegende Buch versucht deshalb aufzuklären und zu entschlüsseln. Worum geht es, was genau wird gemacht, was verbirgt sich hinter gewissen Fachbegriffen, was strebt die Forschung an? Diese Fakten werden dann hinterfragt: Was zeigt sich einem naturphilosophischen Blick, was aus der Perspektive einer philosophischen Reflexion über den Menschen, was aus dem Blickwinkel einer Ethik der Menschenwürde? Dabei steht im Zentrum die Frage: Was ist ein menschlicher Embryo und was darf man folglich mit ihm tun oder nicht tun?
Die Autorin bezieht in ihren Ausführungen Stellung. Für die Position, die sich aus ihren Überlegungen ergibt, führt sie sachliche Argumente an. Dabei richten sich die Ausführungen bewusst nicht nur an Fachkreise, sondern gerade auch an den interessierten biologisch-philosophischen Laien.

Hauptkapitel:

  • Vorwort von Robert Spaemann
  • Einleitung / Embryologische Grundlagen
  • Ein Lebewesen entwickelt sich - Deutung der naturwissenschaftlichen Fakten
  • Menschsein und Menschenwürde
  • Einspruch um der Würde willen: Beurteilung einzelner Techniken
  • Anmerkungen zu einigen rechtlichen Fragen

Kommentar Chr. Frodl, IG Kritische Bioethik Bayern

Kommentar folgt in Kürze!

 


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Der moralische Status menschlicher Embryonen. Pro und contra Spezies-, Kontinuums-, Identitäts- und Potentialitätsargument Bestellbutton Amazon
Herausgeber: Gregor Damschen, Dieter Schönecker

Broschiert - 240 Seiten - Gruyter
Erscheinungsdatum: Oktober 2002

Kurzbeschreibung:
In der Debatte über den moralischen Status menschlicher Embryonen ist nicht immer klar, über welche Argumente genau eigentlich gestritten wird. Dieses Studienbuch bietet Studierenden und Forschenden, aber auch dem an der aktuellen Debatte interessierten Laien die Möglichkeit, sich über den gegenwärtigen Diskussionsstand gezielt zu informieren und die wichtigsten Argumente in klarer und knapper Form kennenzulernen. Sie besagen folgendes: Da Embryonen als Mitglieder der Spezies homo sapiens sapiens Menschen sind, besitzen sie Würde (Spezies-Argument); Embryonen entwickeln sich kontinuierlich, d.h. ohne moralrelevante Einschnitte, zu erwachsenen Menschen, die Würde besitzen (Kontinuumsargument); Embryonen sind in moralrelevanter Hinsicht identisch mit erwachsenen Menschen, die Würde besitzen (Identitätsargument); Embryonen haben das Potential, Menschen zu werden, und dieses Potential ist uneingeschränkt schützenswert (Potentialitätsargument). Diese Argumente werden jeweils durch eine Pro-Position und eine Contra-Position dargestellt und verteidigt oder kritisiert. In einem begleitenden Beitrag der Herausgeber werden die vier Argumente im Zusammenhang rekonstruiert, bewertet und durch neue Argumente unterstützt. Der Band wird ergänzt durch eine knappe Darstellung der embryonalen Frühphase, ein naturwissenschaftlich-medizinisches Glossar, eine ausführliche Bibliographie zur Embryonendebatte sowie durch ein Personen- und Sachregister.


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Gott spielencover
Im Supermarkt der Gentechnik
von Stefan Rehder (Autor)

Verlag: Pattloch
Gebundene Ausgabe: 239 Seiten
Erscheinungsdatum: September 2007

Kurzbeschreibung:
Mit der Ware "Embryo" werden längst Millionengeschäfte gemacht. Die Manipulation des menschlichen Erbguts steht heute ganz oben auf der Tagesordnung von Forschung und Wissenschaft. Stefan Rehders engagierte Streitschrift gewährt Einblick in die Gefahren der modernen Gentechnik und schildert drastisch die sozialen und ethischen Konsequenzen der ökonomischen "Vernutzung" unserer Gene. Schon heute können Kinder wie in einem Katalog wunschgemäß mit Erbgut "ausgestattet" werden - "Designerbabys" nennt man sie verniedlichend.
Das packend geschriebene Buch ist ein Plädoyer für einen umfassenden Embryonenschutz und appelliert an unser aller Gewissen, sich den Zumutungen des medizinischen Fortschrittsglaubens couragiert entgegenzustellen.

Auszug zu den Themen (aus dem Inhaltsverzeichnis):

  • Regenerative Medizin: Wie der demographische Wandel eine "vergreisende Gesellschaft" und fehlende Werte neue Märkte schaffen.
  • Blinde sehen, Lahme gehen: Die utopischen Heilungsversprechen der Stammzellforscher.
  • Die Jagd auf den Rohstoff Mensch: Warum die "Ethik des Heilens" nur der Speck ist, mit dem man Mäuse fängt.
  • Zum Thema Biopatente: EU-Biopatenrichtlinie, der Fall Oliver Brüstle
  • Ethisch fährt am besten: Was adulte Stammzellen alles können und warum sich die Forschung darauf konzentrieren sollte
  • Klonen als logische Folge der Forschung mit embryonalen Stammzellen und der Streit um ein UN-Klonverbot
  • Eizellhandel
  • Tarnen täuschen tricksen: Warum Biopolitik auch Sprachpolitik ist und wie beides gemacht wird.
  • Designer Babys. Wie weit Medizinier bereits heute gehen um die Wünsche Ihrer Kunden zu erfüllen
  • "Fetozid" bei Mehrlingsschwangerschaften
  • Von Post- und Transhumanisten: Was die Biobastler eigentlich wollen
  • Warum der Verzicht auf Eingriffe in das menschliche Erbgut nur vorläufig sein wird.
  • Was sich alles ändern muss, damit Menschen Menschen bleiben können.

Über den Autor
Stefan Rehder M.A. (Jahrgang 1967) hat Geschichte, Philosophie und Germanistik studiert und arbeitete als freier Journalist u.a. für "Focus", "Deutschlandfunk", "Rheinischer Merkur", "Münchener Merkur" und "Die Tagespost". Er war Redakteur bei der "Passauer Neuen Presse" und Pressereferent im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie. Seit 1998 befasst er sich in der von ihm gegründeten Medienagentur mit Themen der Bioethik und ist ein gefragter Spezialist auf diesem Gebiet. Für die "Welt" deckte der Autor im Herbst 1999 auf, dass die den Wählern von Rot-Grün versprochene Bioethik-Enquete-Kommission des Bundestages vor dem Aus stand. 2002 wurde er mit dem Preis der Stiftung "Ja zum Leben" ausgezeichnet.

Kommentar Chr. Frodl (IG Kritische Bioethik Bayern)
Stefan Rehder ist bei Bioethik-KritikerInnen seit Jahren für seine kritischen und fundierten Artikel in den oben genannten und anderen Medien bekannt und geschätzt. Mit seinem Buch deckt er ein weites Themenfeld ab und zeigt Zusammenhänge auf, die oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Alles wie gewohnt fundiert und mit Fußnoten belegt, in klarer Sprache und auch für Laien verständlich. Das Buch ist damit ein grundlegendes Werk für laufende und kommende biopolitische Debatten.


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Es wird ein Mensch gemacht. Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik. Bestellbutton Amazon
von Jens Reich

Gebundene Ausgabe - 160 Seiten - Rowohlt, Berlin
Erscheinungsdatum: März 2003

Aus der Amazon.de-Redaktion
Wann ist ein Mensch ein Mensch? Der Titel des ersten Kapitels ist zugleich die grundlegende Frage, die das Buch des bekannten Wissenschaftlers und Bürgerrechtlers durchzieht. Darin behandelt Jens Reich alle Brennpunkte in der aktuellen Diskussion um die Möglichkeiten und Gefahren der Gentechnik: In einem großen Bogen erläutert er die naturwissenschaftlichen Sachverhalte und kommt zielsicher auf die jeweils drängenden ethischen Fragen zu sprechen.
Sehr eindrucksvoll beginnt Reich mit den einzelnen Entwicklungsstadien der Menschwerdung: der Embryonalentwicklung. Dem menschlichen Genom widmet er das nächste Kapitel, es folgen Abschnitte über Stammzellen, Klonen, Embryonenselektion vor und während der Schwangerschaft und über Ingenieurstechnik in der Keimbahn. So weit so gut -- Reich wäre nicht der Erste, der diese Themen dem Laien verständlich zu machen sucht. Das Besondere des Buchs befindet sich jeweils am Ende der Kapitel: Auf jedes Thema folgt ein fingierter Disput, in der zwei gegensätzliche Parteien versuchen, sich gegenseitig zu überzeugen: Gilt die Menschenwürde bereits für einen frühen Embryo oder lässt sich willkürlich eine Grenze ziehen? Ist Klonen wirklich "unnatürlich"? Ist es ein Unterschied, ob man (kranke) Embryonen vor oder während einer Schwangerschaft verwirft?
Auch wenn immer schnell klar ist, welcher Diskussionspartei der Autor angehört: Der gestellte Disput ist ein ehrliches Bemühen, alle gängigen Argumente in der aktuellen Diskussion darzustellen und auch ernst zu nehmen. Sehr wohltuend wirkt der Wechsel von sachlicher Information und ethischer Grundsatzdebatte, und das Anliegen des Buches ist deutlich eher eine Konsensbildung als das Vertreten des eigenen Standpunktes. Ein sachliches und gleichzeitig zutiefst menschliches Buch -- unbedingt empfehlenswert. --Birgit Will


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Forschungsobjekt Embryo. Bestellbutton Amazon
von Reinhard Merkel

Broschiert - 294 Seiten - Dtv
Erscheinungsdatum: November 2002

Kurzbeschreibung: Das kategorische Verbot der "verbrauchenden" Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen ist Ausdruck nicht einer "hohen", sondern einer irrigen Moral und hat keine verfassungsrechtliche Basis. Zu diesem Ergebnis kommt der renommierte Rechtsphilosoph Reinhard Merkel in der vorliegenden Studie, in der er sich detailliert mit den rechtlichen und ethisch-moralischen Aspekten des Themas befasst und einen Entwurf zur Änderung des Embryonenschutzgesetzes vorlegt.

Anmerkung: Auch wenn Merkel sicher nicht die Ansichten kritischer BioethikerInnen vertritt, ist es dennoch sicher lohnenswert, sich mit seinen Ansichten auseinanderzusetzen.


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Forschung an embryonalen Stammzellen Bestellbutton Amazon
von Gisela Bockenheimer-Lucius

Broschiert - 180 Seiten - Deutscher Arzte-Verlag
Erscheinungsdatum: 2002

Kurzbeschreibung
Seit der Gewinnung der ersten embryonalen Stammzellen von Mäusen durch James Thomson im Jahre 1998 wird das Interesse an der Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen von heftigen wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskussionen begleitet. Dabei stehen auf Seiten der Medizin, der Forschung und vieler Patienten vor allem große therapeutische Hoffnungen im Mittelpunkt. Ebenso nachdrücklich ist andererseits die Reflexion und Debatte grundsätzlicher ethischer Normen. Die Frage nach dem moralischen Status des Embryos und seiner Schutzwürdigkeit scheint in unserer Gesellschaft aufgrund divergierender Wertvorstellungen und Überzeugungen nicht im Konsens beantwortbar. Der vorliegende Band widmet sich daher jenseits der Statusfrage vornehmlich impliziten sozial-ethischen und rechtlichen Problemen einer Forschung am Embryo, die ebenso zu recht unterschiedlichen moralischen Urteilen führen.


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Stammzellen im Diskurscover
von Christof Tannert, Peter Wiedemann

Broschiert - 167 Seiten, Ökom-Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2004

Klappentext:

Im Kontext divergierender Expertenmeinungen zu Risiken und Chancen der Biomedizin führte das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin die "Bürgerkonferenz zur Stammzellforschung 2004" durch. Als Instrument der partizipativen Technikfolgenbewertung verfolgt die Bürgerkonferenz das Ziel, den Einfluß von Laien auf Entscheidungsprozesse zu gesellschaftlich umstrittenen Forschungsfeldern zu stärken.
Im vorliegenden Sammelband werden Theorie, Ablauf und Ergebnisse der Bürgerkonferenz präsentiert und kritisch reflektiert. Vor dem Hintergrund demokratischer Entscheidungsprozesse diskutieren die Autorinnen und Autoren die naturwissenschaftlichen, ethischen und rechtlichen Dilemmata der Biomedizin und liefern wertvolle Ansätze zur Gestaltung eines breiten öffentlichen Diskurses.
Aufgrund der konkreten Erfahrungswerte der Konferenz dient das Buch auch als praktischer Leitfaden zur Durchführung bürgerbeteiligter Verfahren.

Inhaltsverzeichnis:

  • Grußwort: Wolfgang Thierse
  • Vorwort der Herausgeber: Christof Tannert und Peter Wiedemann - Stammzellen können unser Leben verändern.

I Handlungsfähig im Dilemma

  • Reto U. Schneider: Vermittlungsstörungen? Reflexionen zum Spannungsfeld (Bio)Wissenschaft – Öffentlichkeit
  • Margot von Renesse: Gesetzgebung im ethischen Wertekonflikt
  • Julian Nida-Rümelin: Der ethische Diskurs in der modernen Medizin
  • Jan P. Beckmann: Zu Eigenart, Methodik und Zielsetzung ethischer Analyse
  • Christian Kummer: Was spricht gegen Stammzellen und Klonen? Zur Beurteilung der verbrauchenden Embryonenforschung

II Biomedizinische Forschung im Diskurs: Bürgerbeteiligung

  • Rolf Kreibich: Zur Organisation von Verantwortung im Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft
  • Jörg Niewöhner: Integration von Bürgerbeteiligung als politische Aufgabe? Alfons Bora: Was leisten Konsensuskonferenzen? Partizipative Technikbewertung aus der Sicht der Wissenschaftssoziologie
  • Thomas von Schell: Erfahrungen mit Dialogen: das Beispiel Bürgerforen

III MDC-Bürgerkonferenz Stammzellforschung

  • Sven Pompe und Christof Tannert: Stand der Stammzellforschung und Ethikdebatte in Deutschland
  • Ali ben Salem und Christof Tannert: Planung und Organisation der Bürgerkonferenz
  • Olaf-Axel Burow und Kathrin Kühnemuth: Brauchen Wissenschaft und Politik Bürgerberatung? Möglichkeiten und Grenzen der Bürgerkonferenz
  • Birgitt Erdwien: Bürgerpartizipation als Gruppenprozess: Ergebnisse der begleitenden Evaluation
  • Ergebnis der Bürgerkonferenz 2004: Das Bürgervotum zur Stammzellforschung

IV Anhang

  • Statements der Bürgerinnen und Bürger zur Bürgerkonferenz Stammzellforschung
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bürgerkonferenz Stammzellforschung
  • Beteiligte Expertinnen und Experten an der öffentlichen Anhörung der Bürgerkonferenz vom 12.-13. März 2004
  • Gesamtliteraturverzeichnis
  • Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

Die Autoren:

Christof Tannert, Biologe und Theologe, leitet die interdisziplinäre Arbeitsgruppe Bioethik und Wissenschaftskommunikation am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin.

Peter Wiedemann, Psychologe, ist Leiter der Programmgruppe Mensch, Umwelt, Technik am Forschungszentrum Jülich. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der Analyse des gesellschaftlichen Umgangs mit Chancen und Risiken wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen.


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Verkörperte Technik - Entkörperte Frau Bestellbutton Amazon
von Sigrid Graumann, Ingrid Schneider

Broschiert - 247 Seiten - Campus Verlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2003

Kurzbeschreibung
Klonen, Embryo-Stammzellen und Gentests schreiben Schlagzeilen. Die Debatte bewegt sich zwischen Embryonenschutz und Standortpolitik. Muss, wer ja zum Schwangerschaftsabbruch sagt, auch die Embryonenforschung gutheißen? Aus feministischer Sicht ist dies nicht die einzig wesentliche Frage. Pränatale Diagnostik hat das Schwangerschaftserleben grundlegend verändert und zur Schwangerschaft "auf Probe" geführt. Der Embryo-Gentest im Labor wird nun damit gerechtfertigt, Frauen mit einem hohen Risiko für ein behindertes Kind einen belastenden späten Abbruch ersparen zu wollen. Die Verfügbarkeit von Eizellen und Embryonen für die Stammzell-Forschung setzt voraus, dass Frauen sich den Prozeduren der künstlichen Befruchtung unterziehen und dabei Keimzellen als begehrte Rohstoffe liefern. Das Buch hinterfragt aus philosophischer, sozialwissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Sicht, welche Neukonzeptionen von Körperlichkeit, verantwortlicher Elternschaft, und Steuerbarkeit des Nachwuchses durch die technischen Innovationen mit erzeugt werden. Damit setzt es Geschlechterverhältnisse und Technikentwicklung ins Verhältnis und fragt nach frauenpolitischen Interventionsmöglichkeiten.

Herausgeberinnen:
Sigrid Graumann, Dr. rer nat, studierte Biologie an der Universität Tübingen. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Mensch Ethik und Wissenschaft in Berlin.
Ingrid Schneider, Dr. phil, Diplompolitologin, studierte Politische Wissenschaften in Hamburg. Sie ist dort wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Medizin/ Neurowissenschaften am Forschungsschwerpunkt Biotechnologie, Gesellschaft, Umwelt (BIOGUM). Von 2000 bis 2002 waren beide Herausgeberinnen sachverständige Mitglieder der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages.

 


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Vom Stammbaum zur Stammzelle Bestellbutton Amazon
von Elmar Brähler, Yve Stöbel-Richter, Ulrike Hauffe

Broschiert - 335 Seiten - Psychosozial-Verlag
Erscheinungsdatum: August 2002

Kurzbeschreibung
Die jüngsten Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin, welche sich durch eine grosse Nachhaltigkeit auszeichnen, wird das Leben zukünftiger Generationen entscheidend bestimmen. Vor allem durch die schrittweise Entkopplung von Sexualität, Befruchtung und Fortpflanzung durch die Medizin ergibt sich in den letzten Jahren verstärkter Handlungsbedarf sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik. Während die Verhütungsmittel, insbesondere die Pille, bei Menschen im fortpflanzungsfähigen Alter Sexualität ohne Fortpflanzung ermöglichte, kam es nach der Entwicklung von IVF 1978 zu einer Abkopplung der Fortpflanzung von der Sexualität. Mit der Entwicklung von ICSI 1991 wurde die Fortpflanzung auch ohne die Fruchtbarkeit des Mannes möglich. Durch die neuesten Verfahren wie die Präimplantationsdiagnostik und die damit mögliche Rohstoffentwicklung für embryonale Stammzellen wird inzwischen die Befruchtung auch ohne Fortpflanzung angedacht. Die jüngsten Diskussionen um die Änderungen des Embryonenschutzgesetzes im Zusammenhang mit den Verfahren der Präimplantatiosdiagnostik und des Klonens haben die hohe gesellschaftliche und ethische Brisanz dieser Themen erneut in den Vordergrund gestellt.
Das vorliegende Buch setzt sich kritisch mit den neuesten Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin und Pränataldiagnostik sowie deren ethischen, sozialen, genetischen und rechtlichen Folgen für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft auseinander. Das Spektrum der verschiedenen Beiträge ist dabei sehr weit gefasst und deckt verschiedenste Aspekte der Gegenstandsdiskussion ab. U. a. werden folgende Themenschwerpunkte diskutiert: Soziale, biologische, genetische und rechtliche Elternschaft - Die Geburt eines behinderen Kindes als Schaden - Pränataldiagnostik in der Schwangerenvorsorge - Genetische Beratung - Auswirkungen und Folgen der Reproduktionstechnologien - Stammzellforschung/ Gentechnik - Präimplantationsdiagnostik.
Mit Beiträgen von: B. Brosig, L. A. Vascovics, T. Degener, M. Kurmann, B. Duden & S. Samerski, E. Schindele; G. Berg, I. Werth & E. Barbian, E. Benda, B. Sorg, I. Schneider, S. Graumann, K. Dörner, E. Beck-Gernsheim, R. Kollek, T. Voigt, Y. Stöbel-Richter & E. Brähler.

 


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Rechtliche Regelung der Embryonenforschung im internationalen Vergleich Bestellbutton Amazon
von Jochen Taupitz

Broschiert - Springer, Berlin
Erscheinungsdatum: November 2002
Kurzbeschreibung
Zulässigkeit und Grenzen der Forschung mit menschlichen Embryonen werden auf internationaler Ebene intensiv und mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ergebnissen diskutiert. Gleichzeitig rücken angesichts des sich entwickelnden Wettbewerbs die Unterschiede in den nationalen Regelungen zunehmend in den Vordergrund. Aus deutscher Sicht haben nicht zuletzt die Diskussionen um den Import embryonaler Stammzellen und der Erlass des Stammzellgesetzes den Blick auf konkrete Regelungen der Embryonenforschung im Ausland gelenkt. In dem vorliegenden Band werden die Regelungskonzepte zur Embryonen- und Stammzellforschung in 21 europäischen und außereuropäischen Ländern dargestellt und analysiert. Eingegangen wird auf Fragen der Gewinnung und des Imports embryonaler Stammzellen, des therapeutischen und reproduktiven Klonens sowie auf verfahrensförmige Regelungen im Umfeld wissenschaftlicher und therapeutischer Anwendungsmöglichkeiten der Stammzellforschung.

Anmerkung C.F.: Jochen Taupitz ist Mitglied des umstrittenen Nationalen Ethikrates und u.a. Geschäftsführender Direktor des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim.

 


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Gentechnik - Schöpfung aus Menschenhand? Bestellbutton Amazon
von Ulrich Eibach

Broschiert - 236 Seiten - Brockhaus, Haan
Erscheinungsdatum: Oktober 2002

Inhalt: (Quelle: Roland Graf, www.cloning.ch)
Der evangelische Prof. Ulrich Eibach ist Verfasser zahlreicher Publikationen zum Bereich medizinische Ethik. Ausgehend vom christlichen Menschenbild und Verständnis von Menschenwürde behandelt der Autor insbesondere Embryonenforschung (inkl. Klonen), pränatale und prädiktive Diagnostik und Präimplantationsdiagnostik. Das Buch wird mit einem Nachtrag zum Beschluss des Deutschen Bundestages bezüglich Import von embryonalen Stammzellen aus dem Ausland abgerundet.

 


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Die Diktatur der Gene. Biotechnik zwischen Machbarkeit und Menschenwürde. Bestellbutton Amazon
von Dietmar Mieth

Broschiert - 155 Seiten - Herder, Freiburg
Erscheinungsdatum: Oktober 2001

 

 


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Lizenz zum Töten. Der Preis des technischen Fortschritts in der Medizin. Bestellbutton Amazon
von Hans Grewel

Broschiert - 301 Seiten - Klett-Cotta
Erscheinungsdatum: April 2002

Kurzbeschreibung
"Die Medizin hat durch die technologischen Fortschritte eine unglaubliche Ausweitung ihres Leistungsangebots erfahren. Krankheiten, die bisher schicksalhaft angenommen werden mussten, können (vielleicht) geheilt werden. Dieser Fortschritt wird dadurch erkauft, dass menschliches Leben in bestimmten Phasen und Gestalten zerstört wird. Ärzte helfen nicht nur zu leben; sie haben auch gelernt zu töten - nicht brutal und offensichtlich, sondern unter wohlklingenden Namen wie 'Embryonenforschung', 'Prävention', 'Organspende' oder 'Sterbehilfe'. Ärzteschaft und Gesellschaft gewöhnen sich ans Töten. Wie aber könnte ein Neuanfang zwischen Mensch, Medizin und Maschine aussehen? Wie lassen sich Menschenwürde wahren und das Leben eines jeden Menschen schützen? Der Ethikexperte Hans Grewel gibt einen Überblick, analysiert die entgegengesetzten Konzepte und gibt Hilfen für ethische Entscheidungen. Das Buch des Ethikexperten und Theologen Hans Grewel bietet einen Überblick über die technisch bedingten Fortschritte der Medizin; eine Analyse der gefährlichen Logik der Biotechnologien; eine Gegenüberstellung der Konzepte von Ethik und Menschenbild."

 


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Die Zukunft der menschlichen Natur. Auf dem Wege zur liberalen Eugenetik? Bestellbutton Amazon
von Jürgen Habermas

Broschiert - 125 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: 2001

 

 


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Der Mensch wird geboren. Kleine Apologie der Humanität. Bestellbutton Amazon
von Volker Gerhardt

Broschiert - 150 Seiten - C.H.Beck Verlag
Erscheinungsdatum: 2002

Kurzbeschreibung: Schon die ersten Meldungen über die Entschlüsselung des menschlichen Genoms waren mit der Behauptung verknüpft, die Biowissenschaften führten geradewegs zur Selbstabschaffung des Menschen. Dieser These tritt das vorliegende Buch mit einer pointierten Argumentation entgegen. Es verteidigt den humanen Impuls der Forschung, eröffnet neue Perspektiven für die interdisziplinäre Arbeit der Wissenschaften und macht deutlich, welche politischen Konsequenzen zu ziehen sind. Zuvor aber setzt sich Volker Gerhardt, der unter anderem dem Nationalen Ethikrat angehört, mit dem weltanschaulichen Streit um die embryonale Stammzellenforschung auseinander.

Anmerkung C.F.:
Wenn auch Gerhardt in diesem Buch sicher nicht die Standpunkte kritischer Bioethiker vertritt, ist es dennoch sicher lohnenswert, sich mit den Ansichten Gerhardts auseinanderzusetzen.

 


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Was wollen wir können? Ethik im Zeitalter der Biotechnik. Bestellbutton Amazon
von Dietmar Mieth

Gebundene Ausgabe - Herder, Freiburg
Erscheinungsdatum: April 2002

Kurzbeschreibung
Dietmar Mieth legt ein Kompendium vor, das erstmals aus einer Hand drängende Fragen beantwortet und die neuen Aufgaben der Ethik formuliert. Eine überzeugende Orientierung, nachdenklich, umsichtig und mit klaren Positionen. - Das grundlegende Ethik-Buch zur Biotechnik-Entwicklung.

Über den Autor
Dietmar Mieth, geboren 1940, ist Professor für Theologische Ethik an der Universität Tübingen. Neben den Bereichen der Sozialethik und der biomedizinischen Ethik zählt die Mystik zu seinen Forschungsschwerpunkten.
 


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Medizin ohne Ethik? Bestellbutton Amazon
von Otfried Höffe

Broschiert - 262 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Juli 2002

Kurzbeschreibung:
Möglichkeiten medizinischer Behandlung, von denen Hippokrates, auf dessen "Eid" sich die Ärzte nach wie vor berufen, nicht zu träumen gewagt hätte, verlangen neue Antworten auf die Frage, was ethisch vertretbar ist und was nicht. Die neuen biomedizinischen Möglichkeiten werfen eine Frage auf, die weder die religiösen Texte, noch Kant, noch die Verfasser der Charta der Vereinigten Nationen oder die des deutschen Grundgesetzes vor Augen hatten und die die medzinische Ethik auf Neuland schickt: Wer genau ist jenes Wesen, das den vollen Lebensschutz und die ihn begründende Menschenwürde verdient?

 


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Die genetische Gesellschaft. Handlungsspielräume und Grenzen. Bestellbutton Amazon
von Johannes Reiter

Broschiert - 143 Seiten - Topos Plus
Erscheinungsdatum: Januar 2002

Inhalt: (Quelle: Roland Graf, www.cloning.ch)
Der katholische Moraltheologe Johannes Reiter ist Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Recht und Ethik der modernen Medizin" und gehört der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer an. Auf der Basis von früheren Veröffentlichunge wie z.B. in der Herder Korrespondenz, die der Autor aktualisiert hat, behandelt er Themen wie: Die Bioethikkonvention des Europarates, PND, PID, Klonen bei Tieren und Menschen, Heilen durch Klonen und Wunschkindergeneration. Die letzten beiden Kapitel sind der Biopolitik und ihrem Verhältnis zur Moral gewidmet. Eigentlich erstaunlich, was in diesem kleinen Büchlein alles Platz gefuden hat, und allemal lesenswert.

 


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Die "Würde des Menschen" - beim Wort genommen. Bestellbutton Amazon
von Rolf J. Lorenz, Dietmar Mieth, Ludolf Müller

Broschiert - 180 Seiten - Francke
Erscheinungsdatum: September 2003

Kurzbeschreibung:
Das in allgemein verständlicher Sprache gehaltene Buch stellt das Entstehen des heutigen Verständnisses von der "Würde des Menschen" aus historischer Perspektive dar. Die in jetzigen Bioethikdiskussionen zu beobachtenden begrifflichen Zweideutigkeiten müssen aufgearbeitet werden, damit dei Menschenwürde, Grundlage unserer Kultur, unserer Demokratie und unserer Moral, eindeutig bleibt.

 



Literatur zum Thema therapeutisches / reproduktives Klonen

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Dolly. Der Aufbruch ins biotechnische Zeitalter. Bestellbutton Amazon
von Ian Wilmut, Keith Campbell, Colin Tudge

Broschiert - 404 Seiten - Dtv
Erscheinungsdatum: Dezember 2002

Aus der Amazon.de-Redaktion
Expandierende Firmen, steigende Aktien, revolutionäre Forschungsergebnisse und lukrative Gewinne, all das assoziiert man heute mit der Biotechnologie, dem Forschungs- und Investitionszweig der Zukunft schlechthin. Aber noch nie war Forschung wohl auch gleichzeitig so umstritten, heiß diskutiert und zwischen ethisch vertretbar und moralisch verwerflich hin- und hergerissen. Oder haben wir vielleicht nur vergessen, welch einen Aufschrei es damals bei den ersten -- heute routinemäßig durchgeführten -- künstlichen Befruchtungen gab?
Wie auch immer, das Buch der beiden "Dolly-Väter" Wilmut und Campbell, für das Autor Colin Tudge sozusagen die Schirmherrschaft übernahm, es hätte zu keinem passenderen Zeitpunkt erscheinen können. "Die breite Öffentlichkeit muss wissen, was auf diesen Feldern geschieht, wenn die gesellschaftliche Kontrolle nicht verloren gehen soll", verspricht sich das Autorentrio von seinem 400-seitigen Unternehmen. Gesagt, getan und: großes Lob an die Wissenschaftler, die sich doch eigentlich nur schwer aus ihrem Fachchinesisch lösen, im Gegenteil, es nicht selten als imageschädigend ansehen, Forschung auf einen populären Level zu bringen.
Die Gentechnik, die Genomik und das Klonen sind die drei wichtigsten Biotechnologien, die ausführlich vorgestellt werden. Dabei dürfte die Gentechnik mit dem Übertragen von Genen von einem auf einen anderen Organismus das bekannteste Kapitel sein, die Genomik, also das Erstellen einer Genkartierung, so spannend wie ein Thriller und die Klonierungsmethode das wohl aktuellste und emotionsbeladenste Thema.
Sachliche Aufklärung tut ausgesprochen gut, neutralisiert das Horrorbild von Massenmedien und Klatschblättern, führt sehr schnell und Gott sei Dank die Vision von geklonten Diktatoren oder einer gesichtslosen genormten Gesellschaft ad absurdum. Verständliche Analysen und Erklärungen schaffen persönliches Wissen und Einordnungsmöglichkeit. Dennoch: Die Frage der eigenen Bewertung bleibt zwangsläufig, und auch die Autoren können sich dem nicht entziehen. Forschung zum Wohle des Menschen, so ihr Plädoyer, muss erlaubt sein. Ein Restrisiko bleibt, denn: "... moderne Gentechniker sind theoretisch nur noch an die Grenzen der Physik, an die Grenzen ihrer Phantasie und [...] die Moral ihrer Gesellschaft gebunden. -- In den falschen Händen könnte diese Macht entsetzliche Folgen haben." --Barbara Wegmann

Eigene Ergänzung (Kommentar Roland Graf, www.cloning.ch)
Besonders lesenswert und aus ethischer Sicht erschreckend ist der vierte Teil "Das Zeitalter biologischer Kontrolle", der die Zukunftsaussichten beschreibt.
Die Übersetzung hält sich - abgesehen vom Titel - recht treu an die englische Vorlage. Der Originaltitel "Die zweite Schöpfung" sagt über den anmassenden Anspruch, den die Forscher erheben, wesentlich mehr aus.

 


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Klonen: Prüfstein für die ethischen Prinzipien zum Schutz der Menschenwürde Bestellbutton Amazon
von Roland Graf

Gebundene Ausgabe - 452 Seiten - EOS Verlag Erzabtei St. Ottilien
Erscheinungsdatum: Oktober 2003

Inhalt (Quelle: www.cloning.ch)
Die Klontechniken und die Forschung mit Stammzellen haben in den letzten sechs Jahren ganz neue ethische Fragestellungen aufgeworfen, die auch in der Öffentlichkeit auf großes Interesse stoßen. Eine wichtige Aufgabe der Moraltheologie besteht darin, nicht nur Antworten zu geben, sondern die Fachleute und die Öffentlichkeit für das christliche Verständnis der Menschenwürde zu sensibilisieren.
In der vorliegenden Untersuchung werden zunächst die grundlegenden Begriffe und biologischen Prozesse erklärt. Neben den Klontechniken werden auch Verfahren besprochen, die als Alternativen des so genannten therapeutischen Klonens gelten: Die Parthenogenese, die Xenotransplantation, die Verwendung von embryonalen Stammzellen, die Transplantation von fetalem Gewebe und die eher unterschätzten Möglichkeiten mit adulten Stammzellen. Die Problematik des reproduktiven Klonens des Menschen wird ausführlich dargelegt.
Diese Situationsanalyse kombiniert mit philosophischen Überlegungen führt zu einer neuen Definition des Lebensbeginns. Anschließend werden verschiedene philosophische Menschenwürdekonzeptionen vorgestellt und diskutiert. Vor diesem Hintergrund wird das Spannungsverhältnis zwischen den Schutzbestimmungen aufgrund der Menschenrechte und dem Recht auf Forschungsfreiheit in internationalen Erklärungen und Deklarationen untersucht.
Aus theologischer Perspektive wird eine christlich verstandene Menschenwürde dargestellt, die sich auf die Offenbarung stützt. Mit Hilfe der Aspekte der Ebenbildlichkeit, der Berufung, der Inkarnation und der Erlösungstat Christi wird die inhärente Menschenwürde beschrieben. Diese wird von der erwerb- und verlierbaren Menschenwürde unterschieden. Aus der inhärenten Menschenwürde werden zwei primäre ethische Prinzipien abgeleitet: Die Würde der Weitergabe des menschlichen Lebens und die Würde des gezeugten Lebens achten. Unter dem Gesichtspunkt dieser ethischen Prinzipien werden die im medizinischen Teil besprochenen Verfahren und die unterschiedlichen Positionen der Morallehre diskutiert.
Als Fazit plädiert der Autor für eine vermehrte Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaftlern und Moraltheologen. Die Klontechniken als extreme Formen der Missachtung der Menschenwürde stellen eine Art Prüfstein dar. Jede Ethik, jede Moral hat sich daran zu messen, wie umfassend sie den Menschen in seiner inhärenten Würde zu schützen vermag.

 


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Der geklonte Menschcover
Das Spiel mit Technik, Träumen und Geld
von Alexander Kissler
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Herder, Freiburg
Erscheinungsdatum: September 2006

Kurzbeschreibung (Quelle: Herder-Verlag)
Ein „moralischer Tsunami" zog im Dezember 2005 durch die Welt der Wissenschaft. Hwang Woo Suk, der gefeierte Klonheld aus Südkorea, wurde des Betrugs überführt. Fast alle Daten, die die künstliche Herstellung und Weiterverwendung menschlicher Embryonen belegen sollten, waren gefälscht. Der Fall des Koreaners ist Ausgangspunkt einer spannenden Recherche: Wohin führt uns die von Menschenhand geplante Zukunft?

Aus dem Inhaltsverzeichnis: (Hauptüberschriften)

  • Siegfried und die Gier nach Drachenblut
  • Utopias lange Arme
  • Der Boom der Ethikkommissionen und die vervielfältigte Moral
  • Leben eben. Deutschland, Europa und der ganze Rest.
  • Die Neo-Menschen kommen. Klone im Kino, Klone auf der Bühne, Klone im Roman
  • Schattenhelden. Finita la commedia

Kurzkommentar Chr. Frodl (IG Kritische Bioethik Bayern):
Wer die Artikel des seit 2002 als Kulturjournalist im Feuilleton der "Süddeutschen Zeitung" tätigen Autors Alexander Kissler kennt, weiß was ihn erwartet: Ein bioethik-kritisches Buch, dass sehr deutlich und faktisch fundiert aufzeigt, wohin die Reise in die schöne neue Welt geht. Ein Buch, das trotz der vielfältigen und komplexen Themen spannend und gut lesbar bleibt. Empfehlenswert auch für die, die sich einen kritisch beleuchteten Überblick über die (düsteren) Folgen der aktuellen Entwicklungen der Biotechnologie und Biopolitik verschaffen wollen.


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Ethik des Lebens. Ein theologischer Grundriß. Bestellbutton Amazon
von Eberhard Schockenhoff

Broschiert - 461 Seiten - Matthias-Grünewald-Verlag
Erscheinungsdatum: Juli 2000

Aus der Amazon.de-Redaktion
Gesundheit und Krankheit, Abtreibung und Euthanasie, Bevölkerungswachstum und Familienplanung, Tierschutzethik: In seinem Entwurf einer Bioethik hat der seinerzeit in Regensburg, heute in Freiburg katholische Moraltheologie lehrende Autor, der zu den profiliertesten deutschsprachigen katholischen Ethikern der Gegenwart zählt, seinen Themenbereich umfassend behandelt und damit aus katholischer Feder den ersten Versuch einer erschöpfenden "Ethik des Lebens" vorgelegt, die die menschliche Verantwortung für das Leben in ihrer ganzen Breite buchstabiert.
Diesem thematischen Durchgang, der z.B. neben den ethischen Problemen der Organtransplantation (Hirntodkriterium) auch die aktuelle Fragestellung der genetischen Diagnostik (Stichwort: "prädiktive Medizin") entfaltet, schaltet er eine ebenso umfassende Behandlung der Grundlegungsprobleme einer Lebensethik vor. Hier wird die Alternative von Biozentrik und Anthropozentrik ebenso diskutiert wie das Problem einer teleologischen Interpretation der Natur. Der in der gegenwärtigen Diskussion besonders kontrovers diskutierte Begriff der Menschenwürde findet besondere Aufmerksamkeit ebenso wie - eng damit verbunden - der Begriff der Person und ihr Verhältnis zum leiblichen Leben. Neben die (unbedingte) Würde des Menschen tritt dabei der echte Eigenwert des untermenschlichen Lebens als vom Menschen zu achtende Größe. Wichtig sind auch die Überlegungen zum Zusammenhang von Menschenwürde und Tötungsverbot - ein Knotenpunkt der aktuellen Diskussion um das "therapeutische Klonen". Schockenhoff diskutiert dabei alle Themenstellungen des Buches ausdrücklich sowohl unter philosophischer wie theologischer Perspektive. Die normativen Optionen des Buches erheben so den Anspruch auf allgemeine Geltung und wollen alles andere sein als eine "religiöse Sonderethik": Der Rationalitätsanspruch christlicher Ethik wird umfassend eingelöst, ohne dass die theologischen Aspekte zu kurz kämen. Kurz: Ein ausgezeichnetes Buch, das den Leser umfassend und kompetent orientiert. -Martin Brüske

 


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Das Klonen von Menschencover
Eine verfassungs-, europa- und völkerrechtliche Kritik
von Jens Kersten
Gebundene Ausgabe - 679 Seiten, Verlag Mohr Siebeck
Erscheinungsdatum: Dezember 2004

Klappentext:
Die Geburt des Klonschafs "Dolly" markiert einen entwicklungsbiologischen Paradigmenwechsel. Aber steht "Dolly" auch für einen Paradigmenwechsel im Recht? Jens Kersten diskutiert das Klonen von Menschen zu reproduktiven, therapeutischen, wissenschaftlichen und diagnostischen Zwecken vor dem Hintergrund der nationalen, europäischen und völkerrechtlichen Klonverbote. Damit nimmt er eine der zentralen bioethischen Fragestellungen auf, die auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene aktuell diskutiert werden. Der Autor plädiert für eine verantwortungsvolle Daseinsvorsorge für künftige Menschen, deren Würde, Integrität und Gleichheit sich durch das Klonen in Frage gestellt sieht. Auf dieser Grundlage kommt er zu dem Ergebnis, dass bereits das Klonen totipotenter menschlicher Zellen untersagt werden sollte, und unterbreitet entsprechende Regelungsvorschläge für ein Verbot des Klonens auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.

Über den Autor:
Geboren 1967; Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg, Leeds (UK) und Bonn; 1999 Promotion; 2004 Habilitation; Privatdozent an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Vorläufiger Kurzkommentar Chr. Frodl (IG Kritische Bioethik Bayern)
Dieses Buch mit knapp 700 Seiten ist ein umfangreiches Kompendium, dass in seiner Zusammenstellung zu diesem Thema bislang wohl einzigartig sein dürfte.
Berücksichtigt wurde in dieser Habilitationsschrift die bioedizinische Entwicklung und bioethische Diskussion bis Ostern 2004.

Das Werk ist in vier Teile gegliedert:

Erster Teil: Naturwissenschaftliche Grundlagen und biomedizinische Ziele des Klonens von Menschen (S. 6-29)
Zweiter Teil: Nationale, europäische und universale Klonverbote ((S. 30-307)
Dritter Teil: Begründung des Verbots des Klonens von Menschen (S.308-577)
Vierter Teil: Regelungsvorschläge, Ergebnisse (S. 578-610)
Literaturverzeichnis (S. 611-662)
Sachregister(S. 663-676)
Namensregister (S. 677-679)

 


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Herausforderung Klonen Bestellbutton Amazon
von Martin Kleer, Caspar Söling

Broschiert - 93 Seiten - Bonifatius Druckerei
Erscheinungsdatum: September 1998

Im Anhang sind eine Arbeitsübersetzung der Europäischen Bioethik-Konvention (Stand 19. Nov. 1996) sowie das Zusatzprotokoll abgedruckt.

 



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